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Forschungsfall #3 RAID 5:

Greift der Laie ein, so setzt das RAID 5 schon mal aus!

Das Stellar Team meldet sich zurück mit einer weiteren Veröffentlichung eines R&D Falls aus dem Stellar Lab. In der dritten Episode dieser Veröffentlichungsreihe geht es um einen missglückten Versuch der Selbsthilfe eines RAID 5, welcher schließlich zu einem verheerenden Datenverlust führte und somit die Geschäfte unseres Kunden negativ beeinflusste.

IT- und Datenrettungs-Experten rund um den Globus warnen schon seit Jahren, dass ungeübte Hände beim Reparaturversuch an Datenträgern nur zu noch größeren Schäden führen. Durch solche Eingriffe werden kostbare Daten nicht nur unumkehrbar zerstört, sie mindern zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass Experten überhaupt Daten vom betroffenen Datenträger retten können. Renommierte Tech-Zeitschriften berichten hin und wieder von den häufigsten Ausfallgründen von Speichergeräten. Hier tauchen meist Begriffe auf wie Controller-Fehler, Sturzschaden & Co. (Mehr dazu: Heise/PCWelt). Doch eine der größten Gefahren ist der Nutzer selbst, denn das Öffnen des Datenträgers, die Nutzung von schlechter Software oder das einfache Austauschen von Teilen (mit Stoßgebeten gen Himmel) führt zumeist nicht zur erhofften Lösung. So auch in diesem Fall…

R&D-Bericht

Problembeschreibung: Es handelt sich hier um einen RAID 5 Server mit 4 Festplatten. Das RAID-System wurde von unserem Geschäftskunden als Kundendaten-Speicher genutzt. Ein Mitarbeiter im Datencenter bemerkte klackernde Geräusche und öffnete den Server um die vermeintlich defekte Festplatte aus dem System zu entfernen. Das RAID-System wurde anschließend mit den Festplatten 0, 2 und 3 neu gestartet.

Die Folge – Die nicht sachgerechte Deinstallation der Festplatte erzeugte mehrere System-Fehler im gesamten Festplattenverbund, sodass dieser inkonsistente Zustand zu einer Datenkorruption im großen Ausmaß führte.

QNAP TS-419P II NAS-Server Abbildungen: Peter Kaminski

QNAP TS-419P II NAS-Server
Abbildung: Peter Kaminski

Technische Vorgänge/Vorgeschichte: Das Stellar Lab Team nahm den Server mit aller Sorgfalt auf und klonte alle zum Server gehörenden Festplatten, um einen totalen Datenverlust zu vermeiden. Hierbei wurde festgestellt, dass neben dem direkten Hardware-Eingriff des Kunden, auch weitere Datenrettungsversuche stattgefunden haben müssen. Später musste der Kunde eingestehen, dass er bereits mit verschiedenen Programmen versucht hat, das System wieder zum Laufen zu bekommen.

Die Herausforderung: Die große Herausforderung bei diesem Fall war die Komplexität bei der Entschlüsselung der verworrenen Datenstruktur. Wie bereits erwähnt, erschwerten die vorigen Eingriffe des Kunden die Bemühungen unserer Datenrettungs-Experten. Eine automatische Suche nach Dateien war aufgrund der Datenkorruption nicht möglich. Herkömmliche Verfahren der Datenrettung fanden somit in diesem Fall keine Anwendung.

Lösungsansatz: Mittels manueller Suchverfahren und der Anwendung von speziellen fehlertoleranten Spezial-Tools konnte ein Großteil der Datenstruktur wiederhergestellt werden.

Resultat: Der Datenrettung stand somit nichts mehr im Wege. Unsere Experten spürten zunächst eine große NTFS Partition mit 688GB an Daten auf. Anschließend folgten einige kleinere Datei-Partitionen.

Das Ergebnis

  • Anzahl wiederhergestellter Dateien: 1.014.562
  • Anzahl wiederhergestellter Ordner: 118.68
  • Gesamtgröße geretteter Dateien: mehr als 720GB

Stellar Datenrettung empfiehlt bei jeglichen Beschädigungen oder Zugriffsproblemen, sofort einen Experten aufzusuchen. Jegliche Art der Selbsthilfe birgt Risiken und führt womöglich zu einem kompletten und unumkehrbaren Datenverlust.

Wir beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich: 030/692 008 300

 

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