Seagate übernimmt Samsungs Festplattensparte

Seagate Technology hat die Übernahme von Samsungs Festplattensparte bekanntgegeben. Der führende Anbieter von Festplattenlaufwerken und anderen Speicherlösungen schloss das Geschäft für etwa 1,4 Milliarden US-Dollar ab. Die Transaktion umfasste 45.239.490 Stammaktien, der Rest bestand aus Barmitteln.

Angekündigt wurde die Akquisition im April 2011 zusammen mit einer Reihe weiterer Geschäftsabkommen zwischen Seagate und Samsung. Über die Jahre haben die beiden Unternehmen bereits als einander ergänzende Partner gearbeitet. Seagate liefert nun an Samsung Festplatten für dessen Notebooks, PCs und Unterhaltungselektronik, während Samsung Seagate seine innovativen Halbleiterprodukte für dessen SSDs (Solid State Drives), Hybridfestplatten und ähnliche Produkte zur Verfügung stellt.

Nach den Bestimmungen der aktuellen Transaktion zwischen den beiden Unternehmen hat Seagate die Verfügungsgewalt über Samsungs gesamten Fertigungsprozess erworben, einschließlich Infrastruktur, Kapital und Mitarbeiter. Insbesondere gewinnt Seagate Samsungs stark nachgefragte M8-Produktkategorie hinzu, zu der auch die 2,5-Zoll-Hochkapazitäts festplatten zählen.

Unter den Mitarbeitern, die vom koreanischen Samsung-Standort zu Seagate wechseln, sind viele Konstruktionsingenieure und Mitglieder des gehobenen Managements, die sich bei Seagate auf die Entwicklung von SFF(Small Form Factor)-Produkten für Mobiltelefone, Tablets u. a. konzentrieren werden. Senior Vice President und General Manager N. Y. Park wird ab sofort Länderbeauftragter für Korea und beaufsichtigt die dortige Produktentwicklung. Einigen Quellen zufolge untersteht er Bob Whitmore, Executive Vice President bei Seagate und CTO.

Diese neuen Transaktionen und Abkommen helfen Seagate bei der Ausweitung seines Kundenstamms auf Südostasien, China, Brasilien, die Russische Föderation und Deutschland. Seagate plant eine Anzahl unabhängiger Geschäftsbereiche – F & E, Fertigung und Verkauf –, wird aber in einem schrittweisen Übergang einige der Samsung-Produkte noch für 12 Monate unter dem Markennamen Samsung vertreiben.

Weiterhin haben die beiden führenden Hersteller ihre bestehenden Abkommen zum gegenseitigen Einräumen von Patent-Lizenzen erweitert und damit ihre Kooperation bei der Entwicklung von Speicherlösungen für Unternehmen ausgeweitet. „Unsere strategische Beziehung wird den beiden Firmen neue Chancen eröffnen. Unsere kreativen Technologielösungen werden sich noch besser ergänzen und eine breite Vielfalt von IT-Anwendungen schaffen“, so Oh-Hyun Kwon, Vice Chairman der Sparte Device Solutions bei Samsung Electronics.

Im Zuge der neuen Geschäftsbeziehung wollen Samsung und Seagate ihre Lieferantenstämme und Lieferinfrastrukturen einander angleichen. Der Nutzen für den Endnutzer ist offensichtlich: verbesserter Service und Support, ein höheres Maß an Innovation.

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